Social Media – Die drei schlimmsten Fehler

Was schief läuft mit den sozialen Netzwerken

Social Media - Die drei größten Fehler | Foto: studiostoks/fotolia.com

Zwischen Website & Social Media läuft so einiges schief. Oft fehlt die Vorstellungskraft, wie man die Portale im Zusammenspiel mit der Website sinnvoll nutzt. Und Ahnungslosigkeit bei Copyright und Datenschutz sorgt für Rechtsverstöße. 

Der Kardinalfehler

Ausgangslage: Sie haben eine top-moderne, großartige, responsive Website und mindestens einen Social Media Account auf dem Sie regelmäßig posten.

Das läuft schief: Sie haben zwar eine tolle Website, aber Sie posten/verlinken deren Inhalte nicht auf Social Media. Stattdessen schreiben Sie auf Facebook, Instagram und Twitter regelmäßig Beiträge und laden Bilder hoch.

So wäre es besser: Sie schreiben Ihre Beiträge auf Ihrer Website – z.B. als News- oder Blogartikel oder auch auf Seiten. Sind diese fertig, teilen Sie den Beitrag von dort auf Ihrer Social Media Plattform. Effekt: Jeder, der Ihren Post anklickt, wird sofort auf Ihre Website geleitet. Denn da soll er hin! …Und sie umgehen eventuelle „Copyright-Fehler“ (folgt) beim Bilder-Upload.

DER DATENSCHUTZ FEHLER

Ausgangslage: Sie haben Social Media Buttons zum Teilen von Artikeln und Seiten auf Ihrer Website, wissen aber nicht, wo die herkommen und was sie machen.

Das läuft schief: Sie haben möglicherweise PlugIns auf Ihrer Website, die nicht dem deutschen Datenschutzrecht entsprechen. Der Hintergrund ist, dass diese PlugIns bereits Daten der Website-Besucher sammeln, ohne dass man sie überhaupt anklicken muss.

So wäre es besser: Verwenden Sie nur Social Media PlugIns, die deutschem Datenschutz entsprechen: Der Shariff Wrapper von  Jan-Peter Lambeck & 3UU , initiiert durch die Zeitschrift c’t  ist kostenfrei, gut dokumentiert und wirklich empfehlenswert.

DER COPYRIGHT FEHLER

Ausgangslage: Sie haben für Ihr Lieblings-Foto eine Agenturlizenz erworben, die es Ihnen erlaubt, das Bild in 1920 Pixeln auf Ihrer Website zu präsentieren (Standard-Bildschirm). Natürlich möchten Sie es dann auch auf Ihrem Social Media Account als Seitenoptik einsetzen.

Das läuft schief: Der Upload auf den Account kann bereits ein Copyright-Vergehen sein. Für die Veröffentlichung auf Social Media haben die meisten Agenturen Sonderregeln (Fotolia) eingeführt oder sogar eine eigene Tarifstruktur. Außerdem gilt für Social Media fast immer ein Copyright-Vermerk im Bild.

So wäre es besser: Sie informieren sich vor der Verwendung über die Lizenzbedingungen und kaufen ggf. eine Social Media Lizenz hinzu. Bei Fotolia beispielsweise dürfen alle Fotos auf Social Media Portalen verwendet werden, die weniger als 1000px Seitenlänge haben. Es muss also vor dem Upload dafür gesorgt werden, dass das Foto die richtige Größe hat. Außerdem sollten Sie vor der Verwendung das korrekte Copyright des Fotografen mittels Bildbearbeitungsprogramm in das Bild gesetzt haben. Hintergrund ist, dass beim Download aus Portalen die ursprünglichen Bildinformationen nicht transportiert werden und somit das Copyright nicht mehr sichtbar ist (wenn es nicht im Bild steht).

Es gibt natürlich noch weit weit mehr Fehler im Umgang mit den sozialen Netzwerken, aber dies sind die häufigsten, die mir im Arbeitsalltag mit Firmen-Websites und im Umgang mit neuen Kunden begegnen. Es bleibt noch anzumerken, dass wer glaubt, auf eine Website verzichten zu können, weil er ja eine Facebook-Firmenpräsenz habe – gewaltig irrt.

Foto © studiostoks/fotolia.com